!!! Achtung !!! Neue Flugbetriebsordnung auf unseren Platz

Ab sofort ist der Flugbetrieb beim Tower in Mühlhausen an und auch wieder abzumelden. 

Bei Zuwiderhandlung drohen Hohe Strafen und der Verlust unserer Aufstiegserlaubnis. Alle Vereinsmitglieder sind angehalten die neue Regelung einzuhalten und auch durchzusetzen.

Der Verein wird ausnahmslos Verstöße zur Anzeige bringen.

Flugbetriebsordnung

für das Modellfluggelände des Flugmodell Clubs Gersthofen-Gablingen e.V.

 

1) Allgemeines

a) Diese Flugbetriebsordnung ist gerichtet an die Vereinsmitglieder des FMCG e.V. und ausgewiesene Gastflieger.

b) Das Betreten des Modellfluggeländes geschieht auf eigene Gefahr. Der FMCG e.V. haftet nicht für erlittene oder angerichtete Schäden.

c) Der Flugbetrieb darf nur in Anwesenheit einer Person durchgeführt werden, die erfolgreich an einer Unterweisung in Sofortmaßnahmen am Unfallort oder Ausbildung in erster Hilfe teilgenommen hat.

d) Bei Flugbetrieb muss eine Erste-Hilfe-Ausrüstung zur Verfügung stehen, die zumindest einer Ausstattung nach DIN 3146 für Personenkraftwagen entspricht. Diese wird in der Flugleiterbox an der Anmeldetafel aufbewahrt.

e) Zuwiderhandlungen gegen die Sicherheitsvorschriften werden mit einem Bußgeld von 10.-- € an die Vereinskasse belegt. Bei Verstößen können der Flugleiter oder die Vorstandschaft ein befristetes Startverbot aussprechen. Grob fahrlässiges Verhalten kann den Ausschluss aus dem Verein nach sich ziehen. Vorfälle werden vom Flugleiter im Flugbuch festgehalten.

f) Die Flugbetriebsordnung ist im Flugbuch, Kap. I, einsehbar.


2) Sicherheit und Ordnung

a) Der Flugbetrieb ist nur unter Aufsicht eines sachkundigen Flugleiters gestattet. Hierfür sind die Flugleiterbestimmungen des FMCG e.V. maßgeblich.

b) Der Name des Flugleiters steht im Flugbetriebsprotokoll, gekennzeichnet durch ein F in der Spalte Flugleitung.

c) Der Flugleiter hat den Flugbetrieb zu überwachen und erforderlichenfalls ordnend einzugreifen. Er ist zuständig für die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung. Näheres regeln die Flugleiterbestimmungen.

d) Die Flugleiterbestimmungen sind im Flugbuch, Kap. II, einsehbar.

e) Flugmodellpiloten und alle anderen Personen, die sich auf dem Modellfluggelände befinden, haben den der Sicherheit und Ordnung des Flugbetriebs betreffenden Weisungen des Flugleiters Folge zu leisten.

f) Jeder Flugmodellpilot hat sich so zu verhalten, dass Sicherheit und Ordnung gewahrt bleiben. Dritte, Sachen Dritter, und die Ordnung des Modellflugbetriebs dürfen nicht gefährdet oder gestört werden.

g) Für eine positive Darstellung unseres Hobbys und unseres Vereins ist es wünschenswert, sich Anliegern und interessierten Zuschauern gegenüber stets aufgeschlossen und höflich zu verhalten.

h) Das Fluggelände des FMCG e. V. muss von Abfällen und Unrat frei gehalten werden. Jeder, der sich dort aufhält, ist deshalb verpflichtet, seinen Abfall selbst zu entsorgen, gegebenenfalls wieder mit nach Hause zu nehmen. Es wird erwartet, dass herumliegender Unrat von aktiven Mitgliedern gelegentlich aufgesammelt wird. Zigarettenkippen dürfen weder auf dem Fluggelände, noch auf den umliegenden Feldern oder Feldwegen entsorgt werden.

i) Ein oder zwei Mal im Jahr, an einem Samstag, findet ein gemeinschaftliches „Rama Dama“ statt. Bewusst wurde bisher auf Festlegungen zur verpflichtenden Leistung von Arbeitsstunden durch die Mitglieder verzichtet. Eine Teilnahme bei den Reinigungs- und Ausbesserungsdiensten ist daher sehr wünschenswert.


3) Berechtigung

a) Jeder aktive Modellflugpilot ist gesetzlich verpflichtet eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, welche den Erfordernissen des § 103, Abs.3, der Luftverkehrszulassungsordnung genügt. Für die Gültigkeit und Eignung ist der Pilot selbst verantwortlich. Auf Verlangen muss er sie dem Vorstand und dem Flugleiter belegen können.

b) Auf dem Modellfluggelände dürfen nur Mitglieder des FMCG e. V. und ausgewiesene Gastflieger ihre Modelle starten.

c) Alle Modelle mit einem Abfluggewicht über 250 Gramm unterliegen der Kennzeichnungspflicht nach LuftVZO - „an sichtbarer Stelle ... in dauerhafter und feuerfester Beschriftung“.

d) Der „Kenntnisnachweis“ nach § 21a Abs. 4 LuftVO zum Steuern von Flugmodellen mit einem Abfluggewicht von mehr als 2 kg ist für den Modellflug auf dem Modellfluggelände des FMCG nicht erforderlich, da ein Flugleiter grundsätzlich anwesend ist. Dem, der gerne allein fliegt, wird der Erwerb des „Kenntnisnachweises“ dringend empfohlen - auch für das Fliegen auf dem Vereinsgelände.


4) Gastflug

a) Neben der Flugbetriebsordnung haben sich Gastpiloten zusätzlich über die Bestimmungen der geltenden Gastflugregelung zu informieren und diese durch ihre Unterschrift anzuerkennen. In der Gastflugregelung ist auch die Entrichtung der Gastfluggebühr geregelt.

b) Gastflug ist nur im Beisein eines aktiven, volljährigen Vereinsmitglieds möglich.

c) Die Gastflugregelung ist im Flugbuch, Kap. III,  einsehbar.

 

5) Ankunft auf dem Modellflugplatz

a) Der erste am Modellflugplatz ankommende, aktive, volljährige Pilot mit Flugleiterberechtigung hat sich im an der Flugleiterbox an der Anmeldetafel aufbewahrten Flugbetriebsprotokoll in der Spalte F als Flugleiter einzutragen. Näheres ist in den Flugleiterbestimmungen geregelt.

b) Für den Flugbetrieb ist ein Flugleiter zwingend erforderlich. Ohne Flugleiter darf der Flugbetrieb nicht aufgenommen werden!

c) Jeder aktive Pilot protokolliert seine Ankunft - und Absicht am Flugbetrieb teilzunehmen - ebenfalls mit seinem Eintrag im tagesaktuellen Flugbetriebsprotokoll.

d) Gastflieger tragen sich entsprechend im Gastfliegerbuch ein. Mit seiner Unterschrift im Flugbetriebsprotokoll (bzw. Gastflugprotokoll) bestätigt der ankommende Modellpilot zu Beginn, die Bestimmungen dieser Flugbetriebsordnung, der Flugleiterbestimmungen (und gegebenenfalls der Gastflugregelung) verstanden zu haben und zu beachten.

e) Der Pilot hat sich bei seiner Ankunft auf dem Fluggelände beim im Flugbetriebsprotokoll eingetragenen Flugleiter mündlich zu melden.

f) Die beabsichtige Aufnahme des Modellflugbetriebs muss bei der Flugsicherung am Flughafen Augsburg-Mühlhausen angemeldet werden.


6) Anmeldung bei der Flugsicherung am Flughafen Augsburg EDMA

a) Zur Anmeldung des Flugbetriebs bei der Flugsicherung im Tower des Verkehrsflugplatzes EDMA (Mühlhausen) ist die Telefonanlage an der Anmeldetafel zu benutzen, z. B.: „Wir bitten um die Erlaubnis, den Modellflugbetrieb aufnehmen zu dürfen.“ Eine anderweitige Nutzung ist zu unterlassen.

b) Ein zweiter Bedienknopf sendet einen Notruf. Es wird automatisch eine Verbindung zur Rettungsleitstelle hergestellt. Bei Missbrauch wird Anzeige erstattet.

c) Falls der Tower besetzt ist und VFR Flugbedingungen herrschen, wird die Flugsicherung im Normalfall den Modellflugbetrieb auf unserem Modellflugplatz bis in einer Höhe von 100 m gestatten. Auf besonderen Wunsch können 300 m als max. Flughöhe angefragt werden. Dies ist im Flugbetriebsprotokoll dann gesondert zu kennzeichnen (Spalte „300m“).

d) Falls der Tower nicht erreichbar ist, so kann dies verschiedene Gründe haben.

d1) Die Öffnungszeiten der Flugsicherung sind Mo. bis Sa. 7:00 Uhr bis 21:00 Uhr, sowie So. u. feiertags 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Der Anruf muss wiederholt werden! Ist der Tower auch nach mehreren Versuchen oder tagsüber bei schönem Flugwetter nicht erreichbar, so ist das Fliegen bis zu einer Flughöhe von max. 50 m grundsätzlich gestattet. Sonn- u. feiertags von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr gelten 100 m als max. Flughöhe.

d2) Es liegen IFR Flugbedingungen vor, d. h. die Sicht ist zu schlecht für den Flug nach Sichtflugregeln. Die Luftaufsicht liegt dann in der Hand der Aufsicht des Flughafens München MUC. In diesen Fällen ist der Modellflugbetrieb bis in einer Höhe von 50 m ohne Anmeldung gestattet. Bessert sich das Wetter, ist eine erneute Anmeldung beim Tower EDMA zu versuchen.

e) Zum Fliegen kleiner Copter, kleiner Helis oder kleiner Depron- oder Balsamodelle darf auf eine Anmeldung beim Tower verzichtet werden, wenn die grundsätzlich gestattete max. Flughöhe von 50 m stringent (!) eingehalten wird. Es wird darum gebeten, hinzukommende Piloten mit größeren Flugmodellen auf die Notwendigkeit der Anmeldung des Flugbetriebs ausdrücklich hinzuweisen.


7) Flugbetrieb

a) Der Betrieb von Flugmodellen mit Verbrennungsmotor ist nur zu den folgenden Zeiten zulässig:

Werktags: 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr,

Sonntags, Feiertags: 10:00 bis 12:00 Uhr, 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Der Flugbetrieb ist eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang einzustellen.

b) Die Modelle sind auf dem Startvorbereitungsplatz seitlich abzustellen. In der Mitte muss ein ausreichend bemessener Durchgang freibleiben.

c) Motormodelle sind so zu sichern (z.B. Haltegurte, Erdspieß, usw.), dass auch bei unbeabsichtigtem Anlauf des Motors kein Schaden entstehen kann.

d) Der Zugang zu den Start- und Landeflächen (Bereich des Sicherheitsnetzes bis zur befestigten Startbahn) hat für alle Piloten ausschließlich über den zentralen Einlass nahe der Anmeldetafel zu erfolgen.

e) Der Start von Modellen direkt aus dem Startvorbereitungsbereich ist streng verboten.

f) Vor dem zentralen Einlass zu den Start- und Landeflächen sind die Piloten, deren Modelle sich bereits in der Luft befinden, deutlich über die eigene Startabsicht zu informieren. Der Bereich der Start- und Landeflächen darf erst nach entsprechender Freigabe jedes einzelnen der fliegenden Piloten betreten werden.

g) Während eines Start- und Landevorgangs haben die Start- und Landeflächen stets frei von Personen und beweglichen Hindernissen zu sein. Eine Ausnahme gilt bei Bedarf für den Piloten während des Startens oder Landens seines Modellflugzeugs.

h) Zuschauer und Besucher dürfen sich nicht ohne direkte Beaufsichtigung durch einen Piloten auf dem Startvorbereitungsplatz und nie auf der Start-/Landebahn aufhalten. Ausnahmen können gelten, wenn besondere, durch Vorstandschaft oder Flugleiter legitimierte Absperrmaßnahmen und/oder Sicherheitsvorsorgen getroffen wurden (insb. relevant bei Veranstaltungen).

i) Aktive Piloten haben ihr Modell von einem Platz nahe des zentralen Einlasses am Sicherheitsnetz zu steuern, damit Starts und Landungen auch auf den Rasenflächen neben der asphaltierten Bahn erfolgen können (z.B. Segler ohne Fahrwerk).

k) Orte abseits des zentralen Einlasses dürfen nur dann als Pilotenstandplatz verwendet werden, wenn sich zur selben Zeit keine Modelle anderer Piloten in der Luft befinden. Zur Nutzung dieser Bereiche als Pilotenplatz ist vorab stets die besondere Absprache mit allen anderen (ggf. wartenden) Piloten erforderlich.

l) Die Landung ist den Piloten, deren Modelle sich gerade ebenfalls in der Luft befinden, deutlich anzukündigen.

 

8) Luftraum

a) Der für den Modellflug freigegebene Luftraum und dessen Bodengrenzen sind, wie folgt, definiert:

- im Norden: Start und Landebahn, Fahrweg,

- im Osten: Motocross-Strecke des AMC Gablingen (keinesfalls überfliegen!),

- im Süden: Anhöhe Hügelkette,

- im Westen: Fahrweg Gablingen-Hirblingen.

 

b) Das Überfliegen des Sicherheitsnetzes ist verboten.

c) Das Überfliegen des Motocross-Platzes ist verboten.

d) Ferngesteuerte Flugmodelle dürfen nicht höher als 100 Meter über Grund fliegen. Ausnahmen können von der Flugsicherung im Tower EDMA genehmigt werden.

e) Das An- und Überfliegen von Personen, Tieren, Fahrzeugen und Parkplätzen ist untersagt.

f) Landwirtschaftliche Arbeiten haben Vorrang vor dem Modellflugbetrieb. Wird auf angrenzenden Feldern gearbeitet, darf der Luftraum darüber nicht beflogen werden. Gegebenenfalls ist der Flugbetrieb zu unterbrechen oder einzustellen.

g) Wege, die innerhalb des für den Modellflugbetrieb zugelassenen Luftraums liegen, sind in einer Höhe von mindestens 50 Meter über Grund zu überfliegen. In horizontaler Richtung dürfen sich Flugmodelle anderen Verkehrsteilnehmern höchstens bis auf 50 Meter nähern.


9) Besondere Sicherheitsbestimmungen

a) Gleichzeitig dürfen sich höchstens 4 Flugmodelle mit Verbrennungsmotor in der Luft befinden.

b) Das maximale Abfluggewicht darf 25 kg nicht überschreiten.

c) Flugmodelle haben bemannten Luftfahrzeugen stets auszuweichen. Bei Annäherung eines bemannten Luftfahrzeuges - insbesondere Freiballone und Rettungshubschrauber - ist der Flugbetrieb sofort zu unterbrechen.

d) Bei Außenlandungen sollen zur Vermeidung von Flurschäden höchstens zwei Personen das Modell zurückholen. Ist ein Modell zu suchen (Mais- o. Kornfeld), soll dabei umsichtig vorgegangen werden. Piloten, deren Modelle sich aktuell in der Luft befinden sind von dem Vorhaben einer Bergung oder Suche deutlich in Kenntnis zu setzen. Die Bereiche des für den Modellflug freigegebenen Luftraums, insb. die Start-, Lande- und Anflugflächen, dürfen nur nach ausdrücklicher Freigabe jedes einzelnen der aktiv steuernden Piloten betreten werden. Bei Bruch sind alle Teile aufzusammeln. Modellschrott und sonstiger Abfall sind vom Verursacher selbst zu entsorgen. Flurschäden sind zu beseitigen, bzw. zu melden.


10) Technisches

a) Für alle Modelle mit Verbrennungsmotor ist ein Schallpegelzeugnis vorzuhalten. Dies gilt auch für Gastflieger. Der Verein bietet seinen Mitgliedern regelmäßige Möglichkeiten zur Schallpegelmessung.

 

Die Vorstandschaft des FMCG e.V.

(Ver. 3.1 vom 24.02.2018)

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